Sie sind Psychotherapeut? Sie sind Heilpraktiker für Psychotherapie?

Und interessieren sich für einen Eintrag auf Therapeut-Coach.de?

  • Über 1000 Therapeuten sind mit persönlichem Profil eingetragen
  • 12 Neuanmeldungen im letzten Monat
  • Gefunden werden bei allen wichtigen Suchmaschinen wie Google; Bing und Yahoo.

Mehr Infos Therapie       

  

 

 

 

Glücksspielsucht

 

 

Welches sind Glücksspiele?

Roulette, Poker, Geldspielautomaten,  Lotto, Wetten, Rubellose, Kartenspiele,Würfelspiele, Tombola, kurzfristige Börsengeschäfte, Fernsehshows mit Ratespielen und Bargewinnen

 

Was ist das Verhängnisvolle beim Glücksspiel?

Die Hoffnung auf den grossen Gewinn,

Fastgewinne, welche zum Weiterspielen motivieren

Das Gefühl, den Spielverlauf kontrollieren zu können,

Der Glaube, mit Glücksspiel seinen Lebensunterhalt

verdienen zu können

Die Überzeugung, dass es ein Gewinnsystem gibt

Der Wille, Spielverluste durch Weiterspielen

auszugleichen

Das Erleben positiver Gefühle und von Problemen

abschalten können

 

Risikogruppen

Arbeitslose, junge Männer und Personen mit Migrationshintergrund haben ein besonders hohes Risiko an Spielsucht zu erkranken. Aber natürlich ist auch für Menschen, die vor Problemen fliehen, unter depressiven Stimmungen oder einem schwachen Selbstwertgefühl leiden, die Suchtgefährdung erhöht. Das gilt ebenso für Menschen, die den durch das Risiko verursachten Kick, die Stimulation und die Auseinandersetzung mit dem Risiko suchen.

Wie kommt es zu einer Spielsucht?

Die Fehlentwicklung zur Sucht schreitet durch eine Eigendynamik fort: Ein exzessives Spielverhalten führt infolge des hohen finanziellen Aufwands und sozialen Folgeschäden zu belastenden Gedanken und Gefühlen, die sich am schnellsten und effektivsten durch eine erneute Spielteilnahme beheben lassen.

Spielgewinne lösen Dopaminrausch aus
Bei Spielgewinnen werden im Gehirn vermehrt Dopamin freigesetzt, die Glücksgefühle auslösen bzw. verstärken. Das Dopamin aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn, nach einer Zeit sogar schon dann, wenn ein Gewinn nur erwartet wird. Umgebungsreize, die mit dem Spielen verknüpft sind, das Klingeln des Automaten zum Beispiel, lösen dann die Aktivierung des Belohnungssystems aus.
Im fortgeschrittenen Stadium eines problematischen Spielverhaltens wird dann nur noch die Erwartung eines Gewinns und das Spielen selbst „belohnt“. Spielgewinne werden kurz „registriert“ und oft gleich wieder eingesetzt,aber große Freude lösen sie nicht mehr aus. Als Anlass für einen Ausstieg werden sie aber auch selten genommen, auch wenn sich das viele vornehmen. „Einmal noch gewinnen, dann höre ich auf“. Dieser Gedankengang trägt eher meist dazu bei, dass das Spielen beibehalten wird.
Genau wie Alkohol kann ein Gewinn im Glücksspiel also eine „Dopamin-Dusche“ im Gehirn bewirken – an die sich das Gehirn gewöhnen kann.

 

Kriterien der Glücksspielsucht

  1. Ständiges Denken ans Glücksspiel

  2. Steigerung der Einsätze

  3. Erfolglose Versuche, das Spiel einzuschränken

  4. Unzufriedenheit, Unruhe, Gereiztheit bei Verzicht aufs Spiel (Entzugserscheinungen)

  5. Spiel trotz Geldverlust

  6. Verheimlichen des Problems

  7. Kriminelle Handlungen zur Geldbeschaffung

  8. Spielen als Flucht vor Problemen oder Missmut

  9. Schuldenmachen

  10. Vernachlässigung wichtiger Beziehungen oder der Berufstätigkeit

 

Was treibt die Spielsüchtigen an, weiterzumachen?

Es geht nicht ums Geld, sondern um die Gefühle, die die Teilnahme am Glückspiel hervorruft. Das sind Glücksgefühle, Betäubung oder Erregung. Der Spieler steckt beispielsweise Geld in den Spielautomaten, in der Hoffnung einen Gewinn zu erzielen. Der Einsatz ist mehr oder minder bewusst mit der Angst gekoppelt, dass Geld zu verlieren. Diese Kombination aus Angst vor dem Verlust und der Hoffnung auf den Gewinn ist mit Stimulation verbunden, eine Art Nervenkitzel. Der positive Effekt wird dabei völlig unabhängig vom tatsächlichen Spielausgang erreicht. Geht das Spiel verloren, können die negativen Gefühle wie Enttäuschung sofort ausgeblendet werden, wenn gleich wieder Geld eingesetzt werden kann. Glücksspiele mit rascher Spielabfolge wie Spielautomaten haben deshalb ein hohes Gefährdungspotenzial.

 

Mögliche Folgen einer Glücksspielproblematik

Finanzielle Schwierigkeiten bis hin zu grosser Verschuldung

Verlust von Partnerschaft, Familie, Arbeit, der sozialen Existenz

Beschaffungskriminalität (Unterschlagung, Diebstahl, etc.)

Persönlichkeitsveränderungen (Reizbarkeit, Aggressivität, sozialer Rückzug, Realitätsverlust)

Zsätzliche Suchtentwicklung (Alkohol, Tabak und Medikamente)

Gesundheitliche Beschwerden (z.B. Magen-Darmprobleme, Schlafstörungen)

Erhöhtes Suizidrisiko

 

Mein(e) Partner(-in) / Sohn / Tochter spielt. Was soll ich tun?

Als Angehörige(r) eines glücksspielsüchtigen Menschen stehen Ihnen spezielle Hilfsangebote zur Verfügung. Denn von einer Spielsucht ist immer auch das familiäre Umfeld (mit) betroffen. Welche Unterstützungsangebote esgibt und wie Sie mit Ihrem glücksspielsüchtigen bzw. suchtgefährdeten Angehörigen umgehen sollten sieht unten. So ist es beispielsweise wichtig, dem bzw. der Spielenden nicht die Verantwortung für die Folgen des Glücksspielens abzunehmen. Denn in den meisten Fällen trägt diese Form der Fürsorge dazu bei, dass das süchtige Verhalten beibehalten wird.

  • Selbsthilfegruppen in Ihrer Stadt um Menschen zu treffen, die in der gleichen oder einer ähnlichen Lage sind, wie Sie selber.
  • Therapeutische Angebote (entweder ambulant oder stationär). Bei der Auswahl und Beantragung eines therapeutischen Angebots sind Ihnen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der die Beratungsstellen Ihrer Stadt  behilflich. Zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen, auch wenn es vielleicht nicht um Sie selbst, sondern um einen Freund bzw. eine Freundin oder einen Familienangehörigen geht.
  • Schuldnerberatungsstellen bei finanziellen Schwierigkeiten
  • Spielschutzbeauftragten in Spielkasinos (z.B. im Falle einerSelbstsperre)
  • Hausärzte und -ärztinnen
  • Suchtberater und -beraterinnen in Betrieben

 

Wichtig zu wissen: Glücksspielsucht ist in Deutschland eine anerkannte Krankheit, deshalb haben Betroffene einen rechtlichen Anspruch auf ambulante oder stationäre Leistungen (inkl. Nachsorge), die von den Rentenversicherungsträgern bzw. den Krankenkassen finanziert werden. Erwerbstätige können zudem ein Übergangsgeld beantragen, eine mit dem Krankengeld vergleichbare Zuwendung. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hamburger Beratungsstellen helfen Ihnen bei der Auswahl eines für Sie passenden Angebots und unterstützen Sie bei den Formalitäten.